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Weitere Namen
Lokalisierungsvorschläge
Namensformen AT
מַחְלָ֣ה / maḥlāh. Μααλὰ
Belege AT
Num 26,33; Num 27,1; Num 36,11; Jos 17,3
Belege NT
ausserbiblische Belege aus vorhellenistischer Zeit
(BIS CA. 300 v.Chr.)
Deuterokanonische Texte und Ausserbiblische Belege
ab hellenistischer Zeit
Beschreibung
Schreibweise und Etymologie
Die Schreibweise ist im MT mit maḥlāh in allen Belegen identisch. Die LXX transkribiert den Namen mit Μααλα, wobei sich in den Lesarten der LXX nur geringe Abweichungen finden.
Die Etymologie des Namens ist unsicher. Auf der einen Seite stehen Deutungen mit positiver Konnotation, die den Namen von ḥlj I („Schmuck“) oder mḥwl („Reigentanz“) ableiten (Gesenius18, 354; Stamm, Johann Jakob 1980a, 128f); auf der anderen Seite wird eine Ableitung von ḥlj II („krank sein“) erwogen (Lloyd, John 1886a, 272; Boling, Robert / Wright, Ernst 1984a, 411). Da die Töchter Zelofhads in den Erzählungen nicht negativ dargestellt werden, erscheint eine positive Deutung des Namens wahrscheinlicher. Dennoch bleibt die genaue Bedeutung des Namens unsicher. Bei einer Ableitung von mḥwl wäre ein kultischer Zusammenhang anzunehmen.
Alttestamentliche Belege
Im Alten Testament ist Machla in den genealogischen Listen zum Stamm Manasse (Num 26,29-34; Jos 17,2-3) sowie in den Erzählungen zu den Töchtern Zelofhads (Num 27,1-11) belegt. Die fünf Töchter Zelofhads erstreiten sich das Recht, den Anteil ihres Vaters am Verheißungsland zu erben (Jos 17,4), da ihr Vater ohne männlichen Erben stirbt (Num 27,3-4). Damit das Erbe nicht in den Besitz eines anderen Stammes gelangt, müssen die Töchter Männer aus dem Stamm Manasse, dem Stamm ihres Vaters heiraten (Num 36,6-7). Machla ist dabei stets die erste Tochter Zelofhads und wird vor Noa genannt. In allen Belegen erscheint Machla zudem als Enkelin Hefers, sowie als Nachkomme Gileads, Machirs und Manasses.
Da die genaue Lage von Noa nicht bekannt ist und aus den Listen lediglich Tirza und Hogla zu lokalisieren sind, lassen sich aus den biblischen Belegen keine Hinweise auf die Lage von Machla ziehen. Darüber hinaus ist unklar, ob die Listen einer geographischen Logik folgen.
Lokalisierung
Außerbiblische Belege zu Machla fehlen. Der Name ist nicht in den Samaria-Ostraka belegt, im Unterschied zu den meisten anderen Töchtern Zelofhads und den Söhnen Manasses, die in Num 26,29-33 und Jos 17,2-3 im literarischen Umfeld von Machla erwähnt werden. Dennoch ist anzunehmen, dass es sich bei Machla – ebenso wie bei anderen Namen aus den genannten Listen – um ein ursprüngliches Toponym handelt, das zu einem Personennamen umgewandelt wurde. Wahrscheinlich handelt es sich um den Namen eines administrativen Distrikts (Gray, John 1967a, 155; Rösel, Hartmut N. 2011a, 278; Gaß, Erasmus 2019a, 192). Die Lage dieses Distrikts lässt sich allerdings nicht bestimmen (Kallai, Zecharia 1986a, 56; Fritz, Volkmar 1994a, 174).
Gelegentlich wurde eine Identifikation mit dem biblischen Ort Abel-Mehola vorgeschlagen (Abel, Felix-Marie 1938a, 96; Lemaire, André 1972a, 16). Der erste Namensteil „Abel“ ist jedoch nicht in den Belegen zu Machla belegt; und die Schreibung des zweiten Namensteils von Abel-Mehola (meḥôlāh) weicht von der Schreibweise von Machla ab. Allenfalls ließe sich meḥôlāh als plene-Schreibung des Namens Machla erklären. Allerdings bleibt die Lage von Machla in der Bibel zu unbestimmt, um über den Namen hinaus weitere Hinweise für die Lage von Machla zu erhalten. Daher ist diese Identifikation abzulehnen.
Dies trifft auch auf die Gleichsetzung mit Ḫirbet Mhallal ca. 25 km ostnordöstlich von Samaria (Samaria, Ort) zu (Van der Meer, Michaël 2020a, 521). Zwar könnte sich am Ort der biblische Name erhalten haben, allerdings reicht dies alleine für eine Identifikation nicht aus.
Autor: Jakob M. C. Luz y Graf, 2025; letzte Änderung: 2026-02-02 11:07:37
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Lexikonartikel
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ABD
4 (1992), 475-476 (Graham, M. Patrick, Art. Mahlah [Person])
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WiBiLex
2011 (Bechmann, Ulrike, Art. Zelofhad)
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EBR
17 (2019), 538 (Bayer, Scott, Art. Mahlah II. Descendant of Manasseh)
Literatur
Lloyd, John 1886a , 272 ;
Abel, Félix-Marie 1938a , 96 ;
Noth, Martin 1966b , 246 ;
Stamm, Johann Jakob 1967a , 332-333 ;
Stamm, Johann Jakob 1980a , 128-129 ;
Boling, Robert G. / Wright, G. Ernest 1984a , 411 ;
Kallai, Zecharia 1986a , 56 ;
Fritz, Volkmar 1994a , 174 ;
Renz, Johannes / Röllig, Wolfgang 1995a , 87 ;
Levine, Baruch A. 2000a , 322 ;
Van der Meer, Michaël 2020a , 521 ;
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