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Arnon

 

 

 

 

 

 

Weitere Namen

Lokalisierungsvorschläge

Namensformen AT

ארנ(ו)ן ’arnon/’arnôn. Αρνων

Belege AT

Num 21,13-14; Num 21,24; Num 21,26; Num 21,28; Num 22,36; Dtn 2,24; Dtn 2,36; Dtn 3,8; Dtn 3,12; Dtn 3,16; Dtn 4,48; Jos 12,1-2; Jos 13,9; Jos 13,16; Ri 11,13; Ri 11,18; Ri 11,22; Ri 11,26; 2Kön 10,33; Jes 16,2; Jer 48,20

Belege aus altorientalischen Dokumenten

ʾrnn (inschriftlich, Mescha Inschrift Zeile 26: KAI Text 181, 26; Gaß, Erasmus 2009a, 9.43)

Belege aus nachalttestamentlicher Zeit

Ἀρνων(ας) (Eusebius, Onomastikon 10,15–24 u.ö.: Notley R. Steven / Safrai, Zeʾev 2005a, 11, Nr. 18; Timm, Stefan 2017a, 11 Zeile 1–9, Nr. 18; vgl. Schmitt 1995, 66)
ʾrnwn (rabbinisch: Reeg, Gottfried 1989a, 58)

Beschreibung

Literarische Quellen

Das Alte Testament kennt den Fluß Arnon als die südliche Grenze des Gebiets, das Israel im Ostjordanland für sich beansprucht. Gleichzeitig soll der Arnon die Nordgrenze Moabs darstellen (Num 21,13; Num 21,26 u.ö.). Nördlich vom Arnon ist das Territorium Sihons, des Königs von Heschbon, den die Israeliten im Zuge ihrer Landnahme besiegen. Diese Konzeption ist historiographische Fiktion. Aus der Mescha-Inschrift geht hervor, dass die Region von Dibon nördlich des Arnon das Kerngebiet Moabs war. Von Dibon aus erweitert Mescha sein Herrschaftsgebiet zunächst nach Nordwesten, dann nach Süden. Er baut eine Straße am Arnon (Mescha Inschrift, Zeile 26), vermutlich um in die Region südlich des Flusstales vordringen zu können. Der fragmentarische Schlußabschnitt der Inschrift lässt lediglich die versuchte Eroberung von Horonajim ca. 20 km südlich des Arnontals erkennen.

Lokalisierung

Die Gleichsetzung des Arnon mit dem Wādī el-Mūǧib ist allgemein anerkannt. Wahrscheinlich bezeichnet der Ausdruck „Arnon“ nicht nur das eine Haupttal, sondern das ganze, teilweise canyonartig tief eingeschnittete Flußsystem einschließlich der verschiedenen Nebentäler im Norden, Osten und Süden (WiBiLex, Art. Arnon, 2. mit Abb. 2). Das Talsystem beginnt bei el-Leǧǧūn (2326.0719; 31.2379º N, 35.8683º E) etwa 15 km nordöstlich von el-Kerak, zieht sich ca. 25 km Richtung Nordwesten, biegt dann nach Westen um und mündet nach weiteren 25 km gegenüber En-Gedi in das Tote Meer (Salzmeer).

 

Autor: Detlef Jericke, 2020; letzte Änderung: 2020-03-24 16:36:52

 

 

 

 

Lexikonartikel

  • NBL 1 (1991), 174f (Görg, Manfred, Art. Arnon)
  • ABD 1 (1992), 398f (Mattingly, Gerald L., Art. Arnon)
  • WiBiLex 2010 (Ninow, Friedbert, Art. Arnon)
  • EBR 2 (2009), 802f (Greer, Jonathan, Art. Arnon)

 

Literatur

Brünnow, Rudolf-Ernst / Domaszewski, Alfred von 1904a , 6‒9 ;  Thomsen, Peter 1907a , 23 ;  Abel, Félix-Marie 1933a , 177.487f ;  Simons, Jan 1959a , 52 § 137 ;  Mattingly, Gerald 1983aAharoni, Yohanan 1984a , 37‒40 ;  Kellermann, Mechthild u.a. 1985aWagner, Jörg / Rademacher, Rochus 1988aDearman, John Andrew 1989c , 58 ;  Timm, Stefan 1989b , 180‒184 ;  Bunnens, Guy u.a. 1990aKellermann, Diether 1991aKellermann, Diether u.a. 1992aJericke, Detlef / Schmitt, Götz 1992aJericke, Detlef / Schmitt, Götz 1993aSchmitt, Götz 1995a , 66 ;  MacDonald, Burton 2000a , 74 ;