Universität Heidelberg | Theologische Fakultät Trier
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Schelach

 

 

 

 

 

 

Weitere Namen

Shelah; Salah

Lokalisierungsvorschläge

  • kein Lokalisierungsvorschlag (odb)   

Namensformen AT

שלח šælaḥ. Σαλα

Belege AT

Gen 10,24; Gen 11, 12-15; 1Chr 1,18; 1Chr 1,24

Belege aus altorientalischen Dokumenten

Belege aus nachalttestamentlicher Zeit

Σελης (Josephus, antiquitates 1,146.150)
Onkelos šlḥ (Targume: Sperber, Alexander 1959a, 15; Díez Macho, Alejandro 1968a, 56f; Díez Macho, Alejandro 1988a, 66f)

Beschreibung

Meist als reiner PN gedeutet, ohne lokale Signifikanz. Sohn Arpachschads, also zweit Generation nach Sem. Andere dieser Generation (Söhne Arams: Uz, Hul, Geter, Masch) tendenziell im nördlichen Zweistromland gedacht. Schelach vielleicht im südlichen, wenn Arpachschad Deckname für Chaldäer/Babylonien ist. Rezeption ohne weitere Hinweise. Dass Schelach als PN in altsüdarabischen Inschriften bezeugt ist (ABD), ist angesichts der verbreiteten Verwendung der Wurzel šlḥ in semitischen Sprachen für die mögliche geographische Einordnung des alttestamentlichen Namens nicht signifikant. Die These, dass Schelach Name eine „kanaanäischen“ Gottheit ist (Tsevat), erscheint schwer nachvollziehbar, im Blick auf Topographie nicht weiterführend.
 

 

Autor: Detlef Jericke; letzte Änderung: 2019-05-11 18:58:02

 

 

 

 

Lexikonartikel

  • BHH 3 (1966), 1645 (Reicke, Bo, Art. Salah)
  • NBL 3 (2001), 470 (Görg, Manfred, Art. Schelach)
  • ABD 5 (1992), 1191 (Hess, Richard S., Art Shelah)

 

Literatur

Tsevat, Matitiahu 1954aWestermann, Claus 1974a , 701 ;