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Addar

 

 

 

 

 

 

Weitere Namen

Lokalisierungsvorschläge

  • kein Lokalisierungsvorschlag (odb)   

Namensformen AT

אדר ʾaddār. Ἀδδαρα

Belege AT

Jos 15,3

Belege aus altorientalischen Dokumenten

Belege aus nachalttestamentlicher Zeit

Ἀδδαρα (Eusebius, Onomastikon 24,3‒5: Notley R. Steven / Safrai, Zeʾev 2005a, 25, Nr. 67; Timm, Stefan 2017a, 26 Zeile 5‒7, Nr. 67)

Beschreibung

Addar ist Jos 15,3 als Fixpunkt der Südgrenze Judas genannt. Vor Addar stehen Kadesch-Barnea und Hezron, nach Addar folgen Karka und Azmon (Jos 15,4). Die parallele Überlieferung Num 34,4 schreibt anstelle von Hezron und Addar den Doppelnamen Hazar-Addar. Diese Namesform entspricht einer geläufigen Bildung (vgl. u. a. Hazar-Gadda und Hazar-Schual, Jos 15,27-28). Daher ist anzunehmen, dass die Namen Hezron und Addar literarisch sekundär aus Hazar-Addar gebildet wurden. Durch die Auflistung mehrerer Orte wollten die Verfasser von Jos 15 möglicherweise den Eindruck einer detaillierten Grenzbeschreibung erwecken.
Auch Eusebius weiß nicht mehr zur Lage von Ἀδδαρα. Er referiert lediglich den biblischen Befund, dass der Ort zu Juda gehörte und nahe der Wüste lag. Darüber hinaus erwähnt er einen weiteren Ort gleichen Namens, der in der Küstenebene bei Diospolis (Lod/Ludd 1405.1515; 31.948381º N, 34.889542º E) östlich von Jafo in der Landschaft Θαμνιτικη liegen soll, die wiederum nach dem bei Josephus mehrfach erwähnten Ort Θαμνα (wahrscheinlich Ḫirbet Tibne 1603.1573; 32.0088315º N, 35.1075423º E) genannt ist (vgl. Möller, Christa / Schmitt, Götz 1976a, 94; zur Lage Jericke, Detlef / Schmitt, Götz 1993a).

 

Autor: Detlef Jericke, 2020; letzte Änderung: 2020-03-24 18:59:04

 

 

 

 

Lexikonartikel

  • ABD 1 (1992), 70 (Fretz, Mark J., Art. Addar)
  • EBR 1 (2009), 371 (Ngwa, Kenneth Numfor, Art. Addar [Place])

 

Literatur

Abel, Félix-Marie 1938a , 238 ;  Noth, Martin 1953a , 87 ;  Simons, Jan 1959a , 135–137 § 311 ;  Vos, Jacobus Cornelis de 2003a , 316f ;  Rösel, Hartmut N. 2011a , 238 ;